Strom produzieren mit Photovoltaik

Macht es heutzutage noch Sinn in Photovoltaikanlagen zu investieren, wie funktionieren diese und welche Vor- und Nachteile bringen sie mit? Global steigt der Energiebedarf unaufhaltsam von Jahr zu Jahr. In Kombination mit dem vermehrten Ausbau erneuerbarer Energien („Grüner Strom“) sind Ausfälle nicht zu vermeiden und können weitreichende Folgen haben.

Mittels Photovoltaikanlagen wird ein Teil der Sonneneinstrahlung in elektrische Energie umgewandelt. Man bezeichnet sie auch als PV-Anlage (PVA) oder Solarstromanlage. Die Leistungen reichen vom einstelligen Kilowatt- bis hin zum dreistelligen Megawattbereich. Dabei werden je nach benötigter Leistung Solarmodule in Reihe geschalten. Man kann den produzierten Strom gleich verbrauchen oder mittels leistungsfähiger Solarspeicher zwischenspeichern.

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VORTEILE: Frei verfügbare Energie, Unabhängige Versorgung, produzierter Strom kann gespeichert und bei Bedarf genutzt werden, CO²-Emissionsfrei und geräuschlos, laufende Kosten sind überschaubar da keine Verschleißteile und wartungsarm, hohe Lebensdauer von etwa 20-25 Jahren

NACHTEILE: Schwankende Ausbeute da nicht nur Orts- sondern auch Tageszeitabhängig, ohne Sonneinstrahlung keine Energiegewinnung, Anfangsinvestition eher hoch angesiedelt, vorzeitiger Austausch des Wechselrichters unvermeidbar, Dachfläche wird benötigt, Eventuell optische Beeinträchtigung

Bislang überwog der Spar- und Umweltgedanke, um eine Photovoltaikanlage zu errichten. Mittlerweile spielt nun auch der Aspekt der Sicherheit eine bedeutendere Rolle. Kohle- und Gaskraftwerke werden nach und nach abgeschaltet – erneuerbare Energien werden bevorzugt betrieben, was in jedem Fall der Umwelt gut tut. Jedoch führt dies zusammen mit dem stetig steigenden Strombedarf langfristig zu Stabilisierungsproblemen im Stromnetz. Im Falle eines Blackouts (Stromausfalls) kann es von Vorteil sein, autark Stromenergie produzieren zu können um die Versorgung des Haushaltes aufrecht zu erhalten. Hierbei wird die Photovoltaikanlage am besten als sogenannte Inselanlage errichtet, die eine Trennung vom öffentlichen Stromnetz ermöglicht. So kann ein Backup System (Notfall-Lösung) bei Stromausfälle eingesetzt werden.

Der Ertrag schwankt naturgemäß Jahreszeitabhängig. Die Globalstrahlung ist hierbei auch zu berücksichtigen. Deshalb sollte die Dimensionierung der Anlage auf die spezifischen Bedingungen am Standort ausgelegt werden. Interessenten sollten auf jeden Fall eine professionelle Beratung in Anspruch nehmen.

Um eine Inselanlage vernünftig zu planen, sollten folgende Werte unbedingt beachtet werden:

  • Tagesverbrauch im Haushalt

  • Benötigter Tagesertrag, um die Größe und Leistung der Anlage zu bestimmen

  • Speicherkapazität der Solarspeicher

Bildquellen: Slavun/shutterstock.com, Allahfoto/shutterstock.com

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